Wie die Flintsbacher Wähler auf den Arm genommen worden sind.

 

Abb. 1: zum Bürgerentscheid stehende Planung

Abb.2: nach 1 ½ Jahren interne Vergrößerung

 

Herr Bürgermeister Berthaler hat bei den Wählern mit ortsüblich gebauten kleinen Gewerbeeinheiten (7 Einheiten) und vor allem der Ansiedelung des gemeindlichen Bauhofs geworben.
Diese Betriebe im Gewerbegebiet an der Nußdorfer Strasse würden sich laut Bürgermeister Berthaler (OVB 24.3.2000) harmonisch in das Gesamtbild einfügen.Nur landwirtschaftlich verträgliche kleine Gewerbebauten sollen errichtet werden, große Hallenbauten sind lt. Bürgermeister Berthaler nicht gewünscht (Flintsbacher Bote Nr. 100).

So sieht es jetzt wirklich aus

  • Der gemeindliche Bauhof wurde ganz wo anders (nun in Fischbach) gebaut. Der ursprünglich zum Bürgerentscheid vorgelegte Plan
    (s. Abb. 1) wurde intern vom Gemeinderat auf 8 wesentlich größere Einheiten erweitert (s. Abb. 2). 

  • Inzwischen stehen Hallen ebenso wie Großgebäude, die beim Bürgerentscheid gar nicht zur Wahl standen.

  • Die Baumassen haben mit landschaftlicher Verträglichkeit und harmonischer Einfügung in das Gesamtbild gar nichts mehr zu tun.

     
  • Geworben hat der Bürgermeister für die Neuausweisung für Gewerbegrund im Landschaftsschutzgebiet mit dem Argument, es gäbe dringenden Bedarf, der anderswo nicht zu befriedigen sei. 
  • Nach 5 Jahren und bisher äußerst schleppendem Grundstücksverkauf sucht die Gemeinde immer noch nach Kaufinteressenten (s. Abb. 3)

 
Abb. 3: Weiterhin Suche nach Kaufinteressenten

 

  • Das Landratsamt Rosenheim erklärt, dass aus größerer Entfernung die Sicht auf das reizvolle Ortsbild nicht beeinträchtigt wird. Vielmehr wirkt sich das von Norden und Osten baumumstandene Gewerbegebiet eher positiv auf das Ortsbild aus, weil es die entlang der Bahnlinie verlaufende Lärmschutzwand verdeckt. (aus Schreiben ORR. Dr. Martini, Landratsamt Rosenheim, 6.4.2000)
  • Die Befürworter sehen damit die Chance gegeben die Lärmschutzwand an der Bahn zu verdecken. (OVB 24.3.2000)

  • Dieses Gewerbegebiet ist keine Todsünde gegen die Natur noch ein Schlag gegen das Landschasftsbild (OVB 24.3.2000, Landrat Dr. Gimple) 

 

 

Abb. 4: Weitere Hallenbauten, Bauphase Sommer 2005

 

 

Abb. 5: Bauphase Herbst 2005

Wundert es bei dieser Bewertung von Landschaft und Ortsbildern, dass auf Betreiben des Landratsamtes Rosenheim derzeit das gesamte Landschaftsschutzgebiet Inntal neu konzipiert werden soll.

Die inzwischen an etlichen Stellen genehmigte störende Nutzung im Landschaftsschutzgebiet soll nun die Unversehrtheit des Landschaftsschutzgebietes in Frage stellen.

Die Inntal Gemeinschaft hat bei derartigen Beeinträchtigungen des Landschaftsschutzgebietes, wie durch das Gewerbegebiet Flintsbach (Nußdorfer Strasse) und den LKW-Speditionshof Dettendorfer, vor der Taktik gewarnt, mit derartigen Einzelobjekten, die dann im nachhinein fast beliebig vergrößert werden, das gesamte Landschaftschutzgebiet zu knacken.


Abb.6: Noch nicht abgeschlossene Verbauung des Ortsbildes Flintsbach  

 


Eine Information der Inntal Gemeinschaft e.V.  Homepage:  www.alpennet.com/inntalgemeinschaft