Planung einer Sportanlage in der Wasserschutzzone |
wieder einmal
droht die Zerstörung einer gewachsenen Kulturlandschaft im Inntal (Brannenburg), die nun
einem Fußballstadion mit Trainingsplatz, Flutlichtanlage sowie großräumiger
dazugehörender Infrastruktur geopfert werden soll.
Seit über 3
Jahren betreibt der Bürgermeister von Brannenburg intensiv die Planung für diese
Sportanlage im Gebiet Waching. Dieses Areal liegt ausgerechnet auch noch im
Wasserschutzgebiet für die Trinkwasserversorgung der Gemeinden Brannenburg, Raubling und
Teilen von Flintsbach.
Kurioser Weise
besitzt Brannenburg bereits 5 Fußballplätze, aber kaum die dazugehörigen Sportler.
Seit drei
Jahren unterstützen wir die BI Brannenburger Natur, die über eine Eingabe
beim Ministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen als formal Beteiligte sich noch
in das Verfahren einbinden konnte. Mit zahlreichen Gutachten von Herrn Dr. habil. Herold
gelang es, viele Probleme und Mängel aufzuzeigen und die Behörden zu langwierigen
Untersuchungen zu veranlassen.
Alle Gutachten
wurden zwar in den einschlägigen Behörden bearbeitet, jedoch vom Bürgermeister Gold
zurückgehalten und dem Gemeinderat nicht vorgelegt. So blieben dem Gemeinderat die
Probleme des Vorhabens der Sportanlage Waching (Brannenburg) wegen der Wasserschutzzone
unbekannt.
In dieser
kritischen Situation hat sich die Inntal Gemeinschaft der Sache angenommen, um diese
einmalige Kulturlandschaft zu erhalten und die schwere Beeinträchtigung der
Wasserschutzzone zu verhindern. Damit wird gleichzeitig das Forschungsprojekt Kloster
Petersberg der Ludwig-Maxi-
Die
Unversehrtheit der Wasserschutzzone wird auch nicht durch Auflagen beim Bau eines
Sportstadions mit Infrastruktur gesichert. Die bisherige Stellungnahme des
Wasserwirtschaftsamtes zur Zulässigkeit des Vorhabens ist höchst fraglich und darf so
nicht aufrecht erhalten bleiben.
Seit der
Herausgabe des Flugblattes am 4.4.2003 ist eine 2. Alternative auf dem Gelände der
Bundeswehr in Brannenburg konkret geworden. Der dort befindliche Fußballplatz mit 400 m
Aschenbahn und genügend Parkplätzen könnte von Brannenburger Sportlern mitbenutzt
werden. Voraussetzung ist ein formaler Antrag der Gemeinde an die Bundeswehr, der mit
hoher Wahrscheinlichkeit positiv entschieden würde.
Vor über 10
Jahren hat sich die Inntal Gemeinschaft bereits anlässig der geplanten Aufstockung der
Mülldeponie in Flintsbach/Inn und damit einer drohenden Beeinträchtigung der gleichen
Trinkwasserversorung für deren Schutz eingesetzt und konnte damals wesentlich zur
Schließung der Mülldeponie beitragen.
Nun droht durch
die Planung dieser Sportanlage eine erneute Beeinträchtigung des Trinkwassers.